Was kostet es, meine Verpackungen PPWR-konform zu machen?
Die Kosten für PPWR-Konformität setzen sich aus mehreren Posten zusammen – und fallen sehr unterschiedlich aus, je nachdem wie viele Verpackungsarten Sie betreiben.
QR-Code-Plattform (laufend): Die Pflicht zum digitalen Produktpass via GS1 Digital Link verlangt eine gehostete Datenseite hinter jedem QR-Code. Spezialisierte Plattformen wie ppwr-qrcode.de berechnen je nach SKU-Anzahl zwischen 9 und 79 € pro Monat. Das ist der einzige echte Dauerkostenfaktor.
Label-Redesign (einmalig): Für jede Verpackung, die heute noch keinen normierten Rezyklatanteil-Nachweis und kein QR-Code-Feld trägt, entstehen Druckvorstufen-Kosten. Rechnen Sie pro Motiv mit 150–600 € bei einer Grafik-Agentur, bei Eigenproduktion entsprechend weniger. Physische Etiketten für Selbstdrucker kosten ab ca. 0,05 €/Stück.
Materialprüfung (einmalig bis rezertifizierend): Müssen Sie Rezyklatanteile gemäß Art. 7 Verordnung (EU) 2025/40 nachweisen, benötigen Sie Prüfberichte Ihrer Lieferanten oder unabhängige Labortests. Pro Material und Zertifizierungsstelle: 300–1.500 €.
Lieferantenaufwand (einmalig): Das Einholen von Konformitätserklärungen und technischen Datenblättern kostet vor allem interne Arbeitszeit – kalkulieren Sie 4–12 Stunden je Lieferant.
Gesamtbild: Ein mittelständischer Hersteller mit 5–15 Verpackungs-SKUs liegt typischerweise bei 2.000–8.000 € Einmalaufwand plus 20–80 € monatlicher Plattformgebühr. Der Stichtag für die vollständige Kennzeichnungspflicht ist der 12. August 2026.
Für eine verbindliche Einschätzung Ihrer individuellen Situation wenden Sie sich an Ihre zuständige IHK.
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